Viagra (sildenafil citrate) ist ein schönes
Medikament, wenn es zu konstruierten Erektionen kommen soll. Du wirfst eine
Pille ein und wenn es eine ausreichende Dosis war, dann hast du etwa eine
Stunde später ziemlich sicher eine Erektion.
Das funktioniert nicht mit tongkat ali. Du
musst es eine Zeit lang nehmen und dann wird sich eine allgemeine Verbesserung
deines gesamten Sexlebens einstellen: Bessere
Libido (Verlangen) und wegen der gesteigerten Erregung bessere Erektionen und
bessere Orgasmen.
Wenn ich eine ausreichende Dosis Viagra (sagen
wir 100 mg) einnehme, dann kann ich Sex mit einer Frau haben, die ich nicht
wirklich attraktiv finde (wahrscheinlich sogar mit einer Prostituierten). Ich
kann Sex mit ihr haben, weil ich eine Erektion habe (was nicht bedeutet, dass
es mir notwendigerweise Spaß macht). Tatsächlich kann ich mit einer
ausreichenden Dosis Viagra ohne eine Frau und ohne sexuelle Gedanken eine
Erektion haben, wenn ich mein Glied nur eine oder zwei Minuten reibe.
Wenn man also die Aufgabe darin sieht, die
bloße Rohrleitung zu verbessern (gesteigerter Zufluss, verminderter Abfluss von
Blut im Penis), dann ist Viagra das geeignete Mittel. Aber zu gutem Sex gehört mehr
als nur die Bereitstellung einer guten Erektion. Zunächst möchte ich Verlangen
spüren. Ich halte ein entsprechendes Verlangen ganz klar für wertvoller als
leichte Erektionen.
Es ist eine Tatsache, dass man großartigen Sex
mit einer schwachen Erektion haben kann. Allerdings muss man lernen, damit
umzugehen. Die meisten Männer, vor allem, wenn sie im Alter von 50 oder 60
sind, reagieren eigentlich panisch, wenn sie einen Sexpartner haben und die
Erektion stellt sich nicht automatisch ein (wie es halt immer war). Aber so
notwendig eine ordentliche Erektion für ein Eindringen ist, so wenig ist sie
eine Voraussetzung für einen befriedigenden Orgasmus. Für einen Orgasmus ist
noch nicht einmal eine reichhaltige Ejakulation nötig.
Orgasmen sind eine Sache der sexuellen
Kommunikation, nicht aber der sexuellen Rohrleitungen.
Physiologisch gesehen sind sie gekennzeichnet
durch eine plötzliche Dominanz des sympathischen Teil des Nervensystems,
während die dauernde Erregung (und der Zustand der Erektion) vom Parasympathikus
bestimmt werden.
Sympathische Nervenimpulse, entweder im
Zusammenhang mit einem Orgasmus oder verursacht durch andere Ereignisse
(Aufmerksamkeit, Nervosität, Angst, Panik, oder einfach Stress), wirken immer
einer sexuellen Erregung und auch der Erektion entgegen. Deshalb geraten
Männer, die Angst davor haben, nicht automatisch eine Erektion zu bekommen,
wenn sie mit einer Frau zusammen sind, in einen Teufelskreis: Sie sind
beunruhigt darüber, keine ordentliche Erektion zu bekommen, was den sympathischen
Teil des Nervensystems zum Steuermann macht, und weil der Sympathikus regiert, wird
die Erektion weniger wahrscheinlich. Sie geraten in Panik und können noch nicht
einmal mit 200mg Viagra eine Erektion bekommen.
Zugegeben, wenn sie Viagra etwa eine Stunde
bevor sie zu ihrer sexuellen Pflicht gerufen werden, einnehmen, so werden sie
wahrscheinlich mit einer ausreichenden Erektion starten, was ihnen
Selbstvertrauen gibt (und damit das parasympathische Nervensystem unterstützt),
wodurch sie in eine Situation kommen, in der sie fähig sind, ihre Erektion
aufrechtzuerhalten.
Klingt das nicht großartig? Unglücklicherweise
nicht.
Der Grund für diese Einschätzung (die
sicherlich vielen Lesern merkwürdig erscheint): Die Überbetonung des
parasympathischen Teils des Nervensystems führt zu einer Depression oder
zumindest einer Behinderung des sypathischen Teils. Und das bedeutet: Ihre
Orgasmus-Fähigkeit wird vermindert.
Meinen Weg zur Steigerung der Sexualität habe
ich mit Yohimbine begonnen. Dies ist ein Alpha-Rezeptorenblocker, speziell für
das Beckengebiet. Die Alpha-Rezeptoren sind der Hauptzugang des sympathischen
Tonus im Unterleib (der sympathische Tonus kann entweder direkt durch
sympathische Nervenimpulse oder durch Adrenalin (Epinephrin) verursacht werden,
das auf Grund von sympathischer Stimulation vom Nebennierenmark freigesetzt
wird). Wenn man die Alpha-Rezeptoren im Unterleib blockt, dann minimiert man
alle Effekte, die das sympathische Nervensystem (entweder direkt oder durch die
Ausschüttung von Adrenalin) in diesem Teil des Körpers hervorrufen kann.
Dennoch, man erhält eine gesteigerte
Verdauungsaktivität (Yohimbine ist ein wirkungsvolles Abführmittel) und bequeme
Erektionen.
Aber schwache Orgasmen.
Ich erinnere mich daran, einmal etwa 40 mg Yohimbine
eingenommen zu haben. Wow, stundenlang lief ich mit einer Eisenstange in meiner
Hose herum. Und, wow, war ich geil, als ich mich mit einer meiner Freundinnen
traf!
Aber der Orgasmus war belanglos.
Viagra ist nicht ganz so schlecht. Es ist
außerdem nicht ganz schlecht für eine technische Erektion. Aber auch Viagra
vermindert ganz klar die Intensität des Orgasmus. Ich verstehe, dass viele
Männer mit sexuellem Lebensstil diesen Effekt von Viagra mit tongkat ali
bekämpfen. Auch ich. Oder ich verzichte inzwischen auf Viagra.
(Bitte denken Sie daran, dass ich in den
vergangenen 10 Jahren Dutzende von Artikeln über die Steigerung der Sexualität
geschrieben habe. Weil sich meine Meinung über bestimmte Wirkstoffe entwickelt
hat, während ich mit ihnen experimentierte, gibt es Unterschiede zwischen
älteren und neueren Artikeln.
Offensichtlich berücksichtigen Artikel mit
neuerem Datum stärker die gegenwärtige Forschung und Meinung. Bitte nehmen Sie
daher immer das jeweilige Datum des Artikels zur Kenntnis.)
Ich komme gut ohne Viagra zurecht, wenn ich
mit einer Freundin zusammen bin, die eine gute sexuelle Technik beherrscht.
Ohne Viagra (aber mit tongkat ali) mögen die Erektionen zwar nicht so
augenblicklich entstehen wie mit Viagra oder mit einer Kombination von Viagra
und tongkat ali. Sie können eine bestimmte „Technik“ oder „Handhabung“ meines
Gliedes erfordern. Aber die Freude am Sex (und an einer guten Erektion) währt
länger mit tongkat ali (auf diese Weise profitieren wahrscheinlich auch Männer
mit vorzeitiger Ejakulation von tongkat ali) und ich erlebe die heftigsten
Orgasmen meines Lebens.
Nach alledem könnten Sie überrascht sein, zu
erkennen, dass ich tongkat ali gegenüber Viagra nicht vorwiegend wegen der
unterschiedlichen Wirkungen als überlegen betrachte.
Zunächst bin ich der Ansicht, dass tongkat ali
Viagra überlegen ist, weil es sich um eine natürliche Substanz handelt, während
Viagra, oder – mit dem Namen des Wirkungsstoffs benannt – sildenafil citrate
ein nicht in der Natur vorkommender Stoff ist (xenobiotisch).
Der Unterschied zwischen natürlichen und
künstlichen Substanzen liegt auf der Hand: Natürliche Substanzen sind seit
hunderten, tausenden, ja sogar Millionen Jahren Teil der menschlichen Umgebung.
Wenn wir nur weit genug zurückgehen, standen alle Lebensformen auf der Erde
zueinander in Beziehung. Testosteron ist ein vermännlichendes Hormon nicht nur
beim Menschen, sondern bei allen Säugetieren. Und die Nervensysteme von
Menschen und Hühnern, Menschen und Fischen, sind grundsätzlich auf die gleiche
Art und Weise aufgebaut (auf elektrischen Leitungen, die Impulse weiterleiten
können).
Während einige Substanzen in der natürlichen
Welt für manche Lebensformen giftig sind, haben sich alle diese Lebensformen
spezifisch einer großen Zahl von chemischen Substanzen angepasst, die Teil
ihrer Umwelt sind.
Xenobiotica sind vom Menschen hergestellte
Chemikalien, die nicht Teil der Umwelt irgendeiner Lebensform sind. Auch wenn
Xenobiotica unter bestimmten Bedingungen oder Krankheiten Besserung bringen, so
kann doch mit Sicherheit unterstellt werden, dass sie auf irgendeine Art und
Weise das Gleichgewicht der Körperfunktionen (Homeostasis) negativ
beeinflussen. Diese Nebenwirkungen können sich unter Umständen erst nach Jahren
des Gebrauchs zeigen, und sie können in einem unerwarteten Zusammenhang
auftreten. Aber sie sind real und mit ausreichender Forschung nachweisbar.
Eine weit verbreitete Nebenwirkung von
Xenobiotica ist die krebsfördernde Wirkung. Oder sie stören die
Sexualfunktionen. Kürzlich wurde entdeckt, dass nicht steroide
Entzündungshemmer (NSAIDs) wie Ibuprofen (das von Millionen Menschen über viele
viele Jahre hinweg eingenommen wurde) das Risiko einer schwerwiegenden
Herzerkrankung deutlich erhöht. Dopaminergetica wie Bromocriptin und Cabergolin
können, wenn sie über Jahre eingenommen werden, den Pleuralraum verdicken und
so das Atmen zu einer schmerzhaften Übung machen. Wer will das schon?
Ich muss lachen, wenn so genannte
Lebensverlängerer oder „Experten“ der Anti-Aging-Medizin ganze Sortimente von
xenobiotischen pharmazeutischen Produkten empfehlen. Diese Produkte sind bei
der Behandlung unter bestimmten medizinischen Bedingungen angezeigt, wo sie
klare Linderung erzielen. Sie sind aber nicht geeignet für eine
Langzeitstrategie, um eine allgemeine Gesundheitsverbesserung hervorzurufen.
Deshalb sind die meisten dieser Mittel verschreibungspflichtig. Sie sind
nützlich in einem relativ begrenzten Bereich, und obwohl ich einräume, dass
gebildete Nicht-Ärzte bei ihrem Gebrauch nur nach entsprechender Information
eine Wahl treffen, so sollten doch die meisten anderen Menschen sie nur auf
Anraten eines Arztes einnehmen, weil ihre unrealistischen Erwartungen
wahrscheinlich nicht von dem Medikament erfüllt werden können.
Der neueste Trend in der pharmazeutischen
Werbung (z. B. im Internet) ist die gezielte direkte Beeinflussung des
Verbrauchers, indem sie ihm vorschlagen, er solle von seinem
Arzt bestimmte Medikationen verlangen. Das
Ergebnis einer solchen Werbung besteht darin, dass viele fehlgeleitete
Verbraucher sich diese Medikamente an ihren Ärzten vorbei beschaffen. Außerhalb
Nordamerikas und Westeuropas gibt es kaum Verordnungsgesetze, so dass
Amerikaner und Europäer auf ihren Reisen ins Ausland oftmals ihr Lager
auffüllen. Weiterhin können gerade US-Bürger alle möglichen Medikamente, die
sie haben wollen, von Quellen aus Übersee, zum Beispiel Masters Marketing im
United Kingdom, oder von mexikanischen Online-Apotheken beschaffen.
Längerer Gebrauch von Xenobiotica ist die
falsche Strategie für eine langfristige Verbesserung der Gesundheit. Saubere
Strategien beruhen auf der Vermeidung von Einflüssen, die die Gesundheit
gefährden, auf korrekter Ernährung und auf dem Gebrauch pflanzlicher
zusatzmittel (die eine Form von Nahrungsmitteln darstellen, z. B. der Gebrauch
von grünem Tee bei Schlaf-Problemen, oder der Genuss von brasilianischen Nüssen
als Mittel gegen bestimmte Krebsarten, oder tongkat ali für die
Sexualfunktionen).
Sildenafil citrate ist ein von Menschen
hergestellter künstlicher Stoff. Er kommt in der Natur nicht vor. Und obwohl
sildenafil citrate definitiv funktioniert, eine Erektion zu verursachen, ist es
kein Medikament, das zum tagtäglichen Gebrauch bestimmt ist, um die
Gesamtgesundheit zu verbessern. Aus diesem Grund stellt der Beipackzettel (der
von der FDA (Food and Drug Administration = Nahrungsmittel- und
Drogenverwaltung) genehmigt werden
muss), ganz klar fest, dass dieses Medikament nicht für den täglichen Gebrauch vorgesehen
ist.
Wenn das Ziel die langfristige Verbesserung
der sexuellen Gesundheit und Leistungsfähigkeit ist, dann ist tongkat ali
unsere beste Option. Es wird seit tausenden von Jahren in Südostasien benutzt
und es ist seit Millionen von Jahren Teil des menschlichen südostasiatischen
Lebensraumes, so dass unsere Vorfahren auf die eine oder andere Weise damit
Kontakt hatten und Gewöhnung eingetreten ist. Obwohl die Effekte von tongkat
ali nicht als so dramatisch erscheinen wie die von Viagra bei einmaligem
Gebrauch, so ist tongkat ali dennoch überlegen, weil es für eine langfristige
Strategie zur Verbesserung der sexuellen Gesundheit geeignet ist.